Ich habe heute aus lauter Langeweile den Fehler gemacht, mich auf meine Waage zu stellen und mit schrecken musste ich erkennen, dass mir da ein 99,0 entgegensprang. Nun halte ich schon einige Jahre mein Gewicht<100, doch es sieht so aus, als wäre die Grenze wieder in erreichbarer Nähe.
Also den inneren Schweinehund überwinden und Sport treiben. Morgen gehts los
Wie bei allen guten Vorsätzen vergisst man auch diesen recht schnell, wenn es denn konkret wird, also mach ich das, was bei mir immer am Erfolgreichsten ist: Ich setze mich selber unter Druck, indem ich möglichst viele Leute davon informiere. Das war beim latschen auf den Mont Blanc so, bei der vierwochen-Fahrradtour durch Norwegen und ebenso bei den Cyclassics.
Für all diese Sachen war und bin ich eigentlich viel zu unsportlich, aber bevor ich eingestehen muss, das Maul zu weit aufgerissen zu haben kann ich leichter den Schweinehund überwinden. Gut. Beim Mt. Blanc hat es nicht ganz geklappt, aber erstens war der Schneesturm schuld und zweitens war ich am Ende mehr als froh überhaupt noch am Leben zu sein.
Diesmal wird es wohl nicht ganz so substanziell werden, wenn ich nicht gerade plötzlich Douglas Adams nacheifere, der Druck muss aber dennoch sein. Ergo werde ich über meine Erfolge und Misserfolge berichten.
Aber erstmal die Bestandsaufnahme: mit 1,82 Metern etwas zu kurz für meine 99 kg, die Waage spuckt dann auch noch einen Körperfettanteil von 41,8% aus. Besteht der Menschliche Körper nicht zu 60% aus Wasser? Dann sind ja Wasser+Fett schon mehr als 100%, also kein Platz mehr für Knochen…
Das Trainingsprogramm besteht aus EA Sports Active 2, zunächst einmal das einfache Programm über drei Wochen, dann je nach Fitnesslevel 9 Wochen im gleichen oder schwereren Schwierigkeitslevel. (Ich weiß jetzt schon, dass die “Mountain Climber” mich umbringen werden). Natürlich ist dieses komische Gummiband viel zu unmännlich, standesgemäß wird es also durch zwei 1,5 Kilo-Hanteln ersetzt. Gut: Streng genommen ist so ein Stepper auch nicht gerade dazu angetan furchtbar viel Testosteron zu verbreiten, aber die Gardinen werden ohnehin zugezogen und Kameras sind keine Erlaubt
Es gibt mittlerweile ja auch alle möglichen anderen Fitnessprogramme, aber oben genanntes ist das einzige, welches auch funktioniert, ohne dass ich das halbe Wohnzimmer umräume, weil ich weniger Platz benötige, da keine Kamera notwendig ist.
Außer Sport wirds übrigens nix. Das Knabbern vorm Fernseher habe ich mir schon vor Jahren abgewöhnt, da ist also nix mehr zu holen und Mittags wird halt das gegessen, was die lukullischen Angebote der Hamburger Innenstadt hergeben und das ist selten Kalorienreduziert.
Das Experiment: Wampe weg mit der Playstation kann morgen also starten.