Henry Wilt hat es nicht leicht im Leben: Zum einen ist er Lehrer. Wäre das im Allgemeinen allein nicht schlimm genug, ist er im Besondern auch noch Berufsschullehrer. Seine Klassen heißen “Fleisch 2″, “Maurer 1″ oder “Sekretärinnen 2″. Alles in Allem meint es das Leben nicht wirklich gut mit ihm. Seit 10 Jahren unterrichtet er nun schon ohne befördert zu werden und seine Schüler verabscheuen die Literatur, die er Ihnen beibringen soll fast so sehr wie er.
Zu allem Überfluss ist Henry auch noch mit einer – freundlich umschrieben: kräftigen Frau gesegnet, die sich von einer Sinnkrise in die nächste stürzt. Mal erhofft sie sich ihre Erlösung in Yoga, dann wieder ist Töpfern ihre Passion. Das ihr Mann ihre sprunghaften Passionen nur mäßig interessant findet sorgt ein ums andere Mal zu Ehekrach, der eigentlich fast immer darin endet, dass Eva – so heißt das Vollweib – ihrem Mann so ziemlich alles vorwirft, was es vorzuwerfen gibt: Er sei langweilig, nicht durchsetzungsfähig und all die schönen Sachen, die ein echtes Ehedrama ausmachen.