Doug Jeffers – angesehener Fotograf spezialisiert auf Krisengebiete – sucht nach dem absoluten Kick: Für perfekte Fotos von sterbenden Menschen entscheidet er sich selbst Killer zu werden. Irgendwann reicht es ihm jedoch nicht mehr zu fotografieren: Er entführt eine junge Literaturstudentin und zwingt sie dazu seine Taten und Gedanken niederzuschreiben. Da Jeffers dabei allein das Töten selbst inszeniert und keinerlei Beziehungen zu den Opfern existiert kommt ihm lange niemand auf die Schliche. Lediglich eine Polizistin, deren Nichte der Killer auf dem Gewissen hat ist ihm auf eigene Faust auf den Versen.
Das Ganze klingt verdammt nach einem 80er Jahre Krimi und das ist es (leider) auch. Klischee folgt an Klischee, der Leser wird ebenso von Jeffers Lebensweisheiten gequält wie die junge Studentin. Allerdings nicht aus Furcht, sondern Langeweile. Ständig schweift der Autor ab, insbesondere die beiden parallelen Handlungsstränge (der Killer und die Polizistin) wollen einfach nicht zusammen finden. Man hat ständig das Gefühl zwei komplett unterschiedliche Geschichten zu lesen, bis erst kurz vor Schluss Jägerin und Gejagter aufeinandertreffen.
Da zwischen wird durchaus gut beschrieben, wie Menschen zu Tode kommen oder diesem noch so gerade entfliehen, auch die psychische Folter der jungen Studentin wird recht anschaulich beschrieben. Doch leider schweift das Buch ständig in die Kindheit der Protagonisten ab, immer wieder werden die gleichen Erinnerungen der Darsteller aufgebröselt. Der Verdacht des Seitenfüllers kommt mehrere Male auf.
Fazit:
Eine recht kurze Kritik aber der Qualität angemessen. Guter Schreibstil: ja; Spannung: Leider nein. Es ist das erste Buch, welches ich vom hochgelobten John Katzenbach gelesen habe und ich muss leider sagen: Der Drang weitere zu lesen ist eher gering.
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