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Der Stammtischphilosoph

Mit körpereigenen Drogen fröhlich durch die Welt…

Level 9

April 28, 2008 at 8:56 pm | Uncategorized | Stammtischphilosoph

Frank Balanger und seine Frau Amanda haben eigentlich schon genug Katastrophen in ihrem Leben überstanden, doch nun sorgt ein psychopathischer Gamedesigner dafür, dass sie ein weiteres Mal um ihr Leben bangen müssen.

Während eines Vortrags über Zeitkapseln wird Amanda plötzlich entführt und findet sich zusammen mit anderen unterschiedlichen ahnungslosen “Helden” in einem “Spiel” um Leben und Tod wieder. Dieses Spiel ist jedoch nicht virtuell, sondern komplett real: In einem abgeschiedenen Gelände sollen die Akteure – von einem unsichtbaren “Gamemaster” dirigiert nach der “Kammer der weltlichen Begierden” suchen. Sie haben hierzu nur 40 Tage Zeit: Schaffen sie es nicht, müssen sie sterben. Gleiches gilt für die Missachtung der “Spielregeln”. Alle Akteure stecken in Overalls, die genug Sprengstoff enthalten um sie ein für alle Mal aus dem Leben zu sprengen.

Balanger ist – ohne es zu wissen – auch Teil des Spiels; Geschickt streut der Gamemaster immer wieder Informationen um ihm zu erlauben, seine Amanda zu retten. Die Teilnehmer des Spiels haben dabei eines Gemeinsam: Sie alle haben in der Vergangenheit bewiesen, in Notsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und ungewöhnliche Lösungen zu finden. Genau das macht sie für den Gamemaster so wertvoll.

Und so kämpfen sie sich Level für Level dem Spielende entgegen. In schöner “10 kleine Negerlein”-Manier dünnt sich währenddessen die Teilnehmerzahl immer weiter aus.

Die Geschichte an sich bietet durchaus Stoff für spannende Episoden, doch leider verliert sich der Autor ein- ums andere Mal darin technische Gerätschaften – wie etwa einen GPS-Empfänger – ausführlich für Laien zu erklären. Die häufigen technischen Exkursionen nehmen mehrmals die Spannung aus dem “Spiel”. Zudem liest sich das Buch ein wenig als würde man ein Adventure beschreiben. Die Darsteller finden einen Gegenstand, kombinieren ihn mit etwas anderem und kommen dadurch weiter. Alles in Allem aber leidet das Buch vor allem an seiner mangelnden Glaubwürdigkeit. Die Teilnehmer sprechen den Marionettenspieler wie selbstverständlich mit “Gamemaster” an, obwohl sie selbst keinerlei Bezug zu Computerspielen haben. Und als sie die Möglichkeit finden, den Sprengstoff aus ihren Kleidern zu entfernen nutzen sie nicht etwa die Chance, das Tödliche Pulver wegzuschmeissen und schlicht nach Hause zu gehen, sondern nutzen es um im Spiel weiterzukommen und sich den Weg zum nächsten Level freizusprengen.

Nö. Ich hatte ja auf ein endlich mal wirklich spannendes Buch für Computerfreaks gehofft, aber leider ist das Buch selbst für Nerds wohl nur mäßig spannend. Das Ganze ist einfach zu langatmig, zu linear und zu unglaubwürdig um wirklich zu fesseln. Für etwas Kurzweil hat es noch gereicht, aber gepackt hat mich das Buch leider ganz und gar nicht.

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