Heute lag ein relativ schweres Paket in Eingangsflur. Ich weiß noch gar nicht, ob ichs wirklich vom Schutzumschlag befreien soll, schließlich wird es vermutlich das letzte seiner Art sein. Ob ich das wohl für horrende Summen versteigern kann?
Heute lag ein relativ schweres Paket in Eingangsflur. Ich weiß noch gar nicht, ob ichs wirklich vom Schutzumschlag befreien soll, schließlich wird es vermutlich das letzte seiner Art sein. Ob ich das wohl für horrende Summen versteigern kann?
Das Wochenende war grandios. Bereits am Freitag (den ich mir extra freigenommen hatte) erreichte mich ein Anruf, dass dringend noch ein Bug zu fixen sei. Das Wochenende selbst war denn wirklich toll. Einen schönen Ausritt mit anderen Wankelverrückten in den Harz bei überraschend gutem Wetter. Lediglich die Rodelbahn brach mir dann das Genick, bzw. den Arm. Gut, nicht wirklich gebrochen, sondern lediglich ein wenig aufgeschürft war er, aber doch immerhin groß genug um nicht von einem Kinderpflaster versteckt werden zu können. Ähnliches gilt für das linke Knie und die Hose auf selbiger Seite.
Das technische Material blieb weitgehend unversehrt, mein Körper hat als perfekte Sollbruchstelle schlimmeres Verhindert. Meinen Mitfahrern ging der Ernst der Sache unverständlicherweise völlig ab, weder ein Präsentkorb, noch Genesungswünsche des Bundespräsidenten wurden auf mein Zimmer geliefert.
Mit ein wenig Alkohol konnte ich die Schmerzen jedoch in Griff bekommen und habe ich neben tollen Erinnerungen auch ein paar Verkrustungen als Andenken. Blöderweise nix was Narben gibt. Wenn ich als angeben will muß ich es wohl oder übel für die Nachwelt dokumentieren. Am Sonntag fixte ich dann den Freitags angemeckerten Bug und konnte so (fast) den Schlaf vom Wochenende nachholen.
Heute nun, mitte der Woche habe ich mich nach einem erfrischend kurzen Arbeitstag (11,5h Stunden) vor dem PC auf meinen Drahtesel geschwungen um nach Hause zu radeln: Man will ja was für seine Gesundheit tun. All die dunkelgrünen Ampeln oder das Schlängeln zwischen wild gestikulierenden Autofahrern waren kein Problem, aber im besten Wohngebiet nah der Alster in einer 30-er Zone zerreists mich und mein Fahrrad auf einem nassen Kopfsteinpflaster. Geistesgegenwärtig rufe ich noch “Alter Schwede!”, bevor es mich zerreisst. Dem Rad flog die Kette davon, und der vordere Lenker passte optisch nicht mehr ganz so gut zum Vorderrad.
Ich hingegen habe meine rechte Körperseite nun optisch der linken angepasst. Jetzt auch hier Schürfwunden an Unterram und Knie. Zusätzlich noch ein granitdaumenballen an der linken Hand und eine weitere – ehemals wertvolle – Jeans, die etwas zerlumpt aussieht.
Wieder hat das technische Material das ganze relativ schadlos überstanden, zumindest konnte ich das Rad wieder flott machen und bin unrund weitergeradelt.
So könnte diese Geschichte enden, würde ich nicht täglich durch den Ohlsdorfer Friedhof fahren und würde ich nicht aufgrund des späten durfahrens plötzlich eingesperrt sein. Also durfte ich zu allem Überfluss noch meinen geschundenen Körper samt Fahrrad über die zwei Meter hohe Friedhofsmauer hieven. Na Danke.
Jetzt wo ich diese Zeilen schreibe verschwimmt die Schrift vor meinem Auge… Auf den Kopf war ich doch gar nicht gefallen?
Und morgen erklär ich dann, wie ich es geschafft habe mich beim Radfahren selbst zu kastrieren – zumindest wenn die Woche so weiter geht…
Montag, 13.07.2009 kurz vor 9 Uhr am Jungfernstieg. Schon beim Aussteigen sehe ich die Hochbahnwache und die abgeschaltete Rolltreppe. Alles klar: Fahrkartenkontrolle. Meistens mach ich mir ja einen Spaß, drehe abrupt um und steige sofort wieder in die U-Bahn oder gar in die gegenüberliegende Bahn, wenn diese gerade einfährt. Wenn dann die HVV-Schergen mir keuchend hinterherhechten und die Bahn bereits wieder unterwegs ist zeige ich meine – natürlich gültige – Fahrkarte. Die Kontrolleure sind selten gut gelaunt, ich dafür umso mehr.
Kann ich nur jedem Empfehlen: Das steigert deutlich die Lebensqualität. Read more…