Begriffe wie “Überparteilich” wurden ja schon fast immer missbräuchlich verwendet. Nicht umsonst schimpft sich die BILD-”Zeitung” überparteilich, die “Oldenburger Volkszeitung” nennt sich gar eine “überparteiliche, christliche” Volkszeitung. Und das ist weder ironisch gemeint, noch kommen dort Zweifel auf, ob das christliche in der Parteienlandschaft nicht eine klare Einschränkung wäre.
Doch so etwas ist weder neu, noch sonderlich schrecklich. Wer sich unabhängig Informieren will, muß ohnehin seine Quellen mischen. Weder die BILD, noch die taz sind als unabhängige Quelle wirklich ausreichend.
Was mich aber viel mehr stört, bzw. sagen wir es ruhig: ankotzt ist die Tatsache, dass in Metiers, in denen die Unabhängigkeit eigentlich ein elementares Element sein sollte genau das Gegenteil passiert. Sollte Politik nicht unabhängig von Geldgebern sein? Was andere als Klientelpolitik oder Lobbyismus bezeichnen ist in meinen Augen schlicht Käuflichkeit, Bestechlichkeit und Korruption auf höchster Bundesebene. Schlecht schlafen scheinen die Protagonisten dadurch nicht zu können. Wie auch wenn man für die Übernachtung auch noch Millionen bekommt – bildlich gesprochen.
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