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Der Stammtischphilosoph

Mit körpereigenen Drogen fröhlich durch die Welt…

Tag archives: Buch

Die Deutschlandakte

August 17, 2008 at 2:08 am | Uncategorized | Stammtischphilosoph

Jaja. Die Welt ist schlecht. Wir werden regiert von korrupten Politiokern und verkauft von geldgierigen Kapitalisten.

Diese Sichtweise mag richtig, aber doch auch recht unqualifiziert sein. Was liegt als näher, als sich etwas genauer in die Materie einzuarbeiten?
“Die Deutschlandakte” von Hans Herbert von Arnim soll hierbei helfen. Erfreulich unpolemisch zeigt der Autor auf die Fehler im System, die sich allzu oft als menschliche Fehler herausstellen.
Der Autor ist als Politikwissenschaftler vom Fach. Es werden also keine Stammtischparolen verbreitet, sondern konkret die Mißstände aufgezeigt und – was ich besonders positiv empfinde – Lösungsansätze geboten. Unverkennbar ist allerdings, dass Lösungen, die der Mitarbeit der Politischen Klasse bedürfen vom Autor (wohl leider zu Recht) als unrealistisch eingestuft werden. Read more…

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Der wunderbare Massenselbstmord

July 3, 2008 at 2:19 am | Uncategorized | Stammtischphilosoph

Was für ein seltendämlicher Zufall: Da treffen sich zwei Selbstmordkandidaten zufällig in der gleichen Scheune: Der eine will sich erschießen, der Andere baumelt schon am Strick.

Der bewaffnete Selbstmörder rettet den Mann am Balken und beide beschließen bei einem feucht- aber nicht allzu fröhlichen Abend Gleichgesinnte zu suchen.

Per Zeitungsannonce werden sie in der Tat fündig: Geschickt platziert zwischen den Todesanzeigen füllen sie einen kompletten Reisebus mit dem Ziel sich gemeinsam spektakulär das Leben zu nehmen. Read more…

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Bockmist

June 25, 2008 at 2:17 am | Allgemein | Stammtischphilosoph

Selten war ich so hin- und hergerissen, was die Bewertung für ein Buch angeht. Aber der Reihe nach:
Das Buch “Bockmist” ist (wohl nicht zufällig) vom Umschlag stark an “der Vollidiot” angelehnt.

Der Klappentext fasst die Handlung bereits kurz und knapp zusammen:”Sein Name ist Lang. Thomas Lang.
Er ist ein sogenannter Sicherheitsberater, kennt sich mit modernsten Waffen und Nahkampftechniken aus, aber nicht mit Frauen.
Und ausgerechnet in eine solche verliebt er sich, als er in eine internationale Affäre um Drogen- und Waffenhandel verwickelt wird. Bockmist eben!”

“Vanity Fair” informiert mich (ebenfalls auf dem Umschlag) darüber, dass es sich um eine “Aberwitzige Parodie auf einen Abenteuerroman” handelt.

Der Autor ist ein gewisser “Hugh Laurie”. Der Name sagt Ihnen nichts? Kein Problem, mir zunächst auch nicht. Es handelt sich hierbei um den Schauspieler, der
den “Dr. House” in der gleichnahmigen TV-Serie spielt. Um ehrlich zu sein: Hätte ich dies vorher gewußt, ich hätte das Buch links liegen lassen. Schreibende Schauspieler sind
oftmals so “erfrischend” wie schauspielernde Sänger. Man denke nur an “House of Wax”…

Mangels Wissen habe ich mich also auf diesen Roman eingelassen. Und ich kann nur sagen: Er war jeden Cent, jede Seite wert. Der Hauptdarsteller könnte der Bruder von Dr.House sein.
Er gerät in einen Fall um Waffenlieferungen, Erpressung und Intrigen und versucht dabei in bester Agentenmanier die Welt ein wenig zu retten. Dabei sieht und beschreibt er das Geschehen um sich
mit einem ständigen sarkastischen Unterton. Die Ich-Perspektive des Autoren verstärkt diesen Effekt noch.

Neben dieser Schreibweise ist es (fast) ein ganz normaler Spionagethriller, zum Glück nur bedingt voraussehbar und spannend bis zum Schluß. Im Wesentlichen geht es in diesem Roman darum,
dass ein terroristischer Konflikt geschürt werden soll, um eine neue Waffe unter Beweis und somit vermarkten zu können. CIA, Firmen, alle spielen mit. Eine Liebesgeschichte ist auch noch
an Bord, also alles, was ein guter Roman braucht.

Um ehrlich zu sein, ich habe Zweifel, ob wirklich Hugh Laurie, der Darsteller von Dr.House dieses Buch geschrieben hat, oder nicht doch ein Drehbuchautor dieser Serie als Ghostwriter fungiert hat.
Zu sehr ähnelt der Hauptdarsteller Dr. House.

Womit wir zum Pferdefuss kommen: Ich habe keine Ahnung, warum der Verlag den Leser dermaßen in die Irre zu führen versucht. Das Buch ist sehr gut, aber eben genau das nicht, was auf dem Umschlag
suggeriert wird. Es ist ebensowenig eine “Parodie auf einen Spionageroman”, wie “Dr. House” eine Parodie auf eine Arztserie ist. Das nicht der amerikanische Verlag, sondern der deutsche Lizenznehmer
schuld an diesem Fauxpas ist zeigt auch der Originaltitel. Im Original heißt “Bockmist” nämlich “The Gun Seller”.

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Wer bin ich – und wenn ja wie viele?

May 29, 2008 at 8:46 pm | Uncategorized | Stammtischphilosoph

Es muss auch mal etwas tiefgründiges sein. Dies in etwa war mein Gedanke, als ich über die “philosophische Reise” im Buchhandel meines Vertrauens gestolpert bin. Vorbei also mit Fantasy, Horror oder Krimi: Diesmal geht es an die Substanz.

Vorweg sei erwähnt: Ich habe nie eine besondere Affinität zur Philosophie besessen. Ich habe keine Philosophie studiert, bin kein bisschen esoterisch angehaucht und glaube nicht, dass bestimmte Steine mein Leben verändern können. Aber zumindest eine kräftige Portion Neugierde kann ich mein Eigen nennen. Somit habe ich dieses Buch offen aber nicht unkritisch “durchgeacktert”.

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Scheintot

May 6, 2008 at 11:31 pm | Uncategorized | Stammtischphilosoph

Stress in der Pathologie: Wegen eines schweren Verkehrsunfalls ist alle Hände voll zu tun. In der Hektik wird übersehen, dass eine der Toten nicht wirklich Tod ist. Urplötzlich reißt sie die Augen auf und schaut die total verstörte Pathologin Maura Isles an. Die Frau wird auf schnellstem Wege in ein Krankenhaus gebracht, wo ihr Leben gerettet werden kann. Doch damit geht das Chaos erst los: Die unbekannte Fremde erschießt einen Wächter und nimmt mehrere Patienten als Geisel. Darunter auch die hochschwangere Polizistin Jane Rizzoli.

Und so entwickelt sich – was Anfangs wie ein Kuriosum der Leichenbestatter anfing – zu einer beängstigenden Geschichte um Menschenhandel, Prostitution und Geheimnisse.

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